Autor Thema: Erfahrungspunkte im Rollenspiel  (Gelesen 1508 mal)

Lameth

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Erfahrungspunkte im Rollenspiel
« am: 16. Oktober 2015, 05:27:00 »
Nein, keine Angst, hier geht es nicht darum, die Grundsatzfrage zu stellen, für was genau man EP vergebt und ob man sie individuell oder Gruppenweise vergibt. ;)
Es geht hier darum, wie viel man vergibt.

Mir ist in den letzten Monaten aufgefallen, dass die meisten Systeme sehr wenige Punkte pro Sitzung empfehlen, so dass das Steigern der Charaktere und somit deren Entwicklung (woran wir ja alle Spaß haben ;) )recht langwierig ist und manchmal recht frustrierend. Ich habe das Gefühl, die Schreiber gehen davon aus, man spielt ihr Spiel mindestens 1x/Woche. Ich kriege aber meine Tischrunden höchstens 1x/Monat zusammen, was der Berufstätigkeit und Familienleben geschuldet ist. Ich denke, jedem von euch, der über das Schul, und Studienalter hinaus ist, und voll berufstätig ist, wird es auch so gehen.

Ich musste bei allen meinen Runden die EP Vergabe im Vergleich zu den Vorschlägen im Regelwerk vergrößern, damit die Spieler auch mal das Gefühl einer Weiterentwicklung haben.
Wie sieht ihr das und wie macht ihr das in euren Runden?
Cwiki schaut sich TT Gel?nde an: \"Guck mal Paul, Grabsteine, da k?nnte man ein Firiedhoff draus bauen...\"

Astijan

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Re: Erfahrungspunkte im Rollenspiel
« Antwort #1 am: 17. Oktober 2015, 10:17:46 »
Meine momentan gespielten Runden vergeben alle EP über dem Soll, die meisten dramatisch darüber.

Ich muss ehrlich sagen, dass mich in einer Runde die hohe EP-Anzahl stimmungsseitig stört. Die Runde läuft de facto in Echtzeit ab, also 1 Spieltag = 1 Tag gespielte Zeit. Ab und zu mal gibt es eine Handvoll Tage Downtime. Das führt dazu, dass die Charaktere quasi kometenhaft in ihrer Macht steigen, was nicht so ganz ins Setting passt. Probleme, die einen Monat vorher unlösbar schienen, sind einen Monat später eine Spaziergang.

Gerade mit einer relativ gleichbleibenden EP-Vergabe über eine relativ bekannte Zeit ingame macht das Problemlösungen erschreckend planbar. ("Nächste Woche stehen uns immer noch Geister entgegen, bis dahin kann ich gegen Geister kämpfen.")

Und ja, es ist ein total geiles Gefühl, wie die Macht des Chars anwächst.

Aber ohne die sehr gute SL wäre für mich die Stimmung völlig hin dadurch. So ist es ein zum Glück nur ein fader Beigeschmack für eine extrem befriedigende Runde.  :)
Atheisten geben Gott die Schuld...

Ursus Maior

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Re: Erfahrungspunkte im Rollenspiel
« Antwort #2 am: 15. November 2015, 14:15:19 »
Ich hab die Erfahrung gemacht, dass mir bei klassischen Punktevergabemustern aber nur einem Spiel pro Monat die Anstiege zu langwierig sind. In SR geb ich daher mehr Karma und bei Star Wars haben wir die Regel eingeführt pro Abend fixe Punkte zu kriegen. Das hat aber dafür gesorgt, dass die Party sehr mächtig ist. Hier hat es mittlerweile geholfen die Punkte pro Abend drastisch zu reduzieren und dafür wieder begrenzte Punkte pro Abenteuer zu vergeben.

Die Charaktere steigen immernoch kontinuierlich an, aber man kann auf Grund der hohen Erfahrung nicht mehr ständig große Fortschritte machen. Dafür sind die Kosten jetzt schon zu hoch. Aber man kann entweder Gimmicks kaufen oder ansparen.
Ad Astra Per Aspera
Sapere Aude
Liber et Infractus

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Ronnachai

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Re: Erfahrungspunkte im Rollenspiel
« Antwort #3 am: 04. Dezember 2017, 05:20:21 »
Ĝi estas libro, kiun mi aĉetis dum longa tempo.